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Marsch für Zellklumpen

Am Samstag wollen Tausende »Lebensschützer« durch Berlin marschieren. Feministinnen und linke Gruppe haben Gegenproteste angekündigt. Die Demonstrationen finden vor dem Hintergrund der Debatte über den Paragraphen 219a und dem immer schwieriger werdenden Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen statt. In Jungle World 2018/38

Der Zugang für Frauen zu sicheren Abtreibungen innerhalb eines akzeptablen Zeitrahmens am oder nahe dem eigenen Wohnort ist in Deutschland mittlerweile durch die Verknappung des Angebots stark gefährdet. Nach Recherchen des ARD-Magazins »Kontraste« ist die Zahl der Ärztinnen und Ärzte, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen, seit 2003 um 40 Prozent zurückgegangen. Diejenigen Ärztinnen und Ärzte, die die Leistung weiterhin anbieten, sind mitunter bereits über das Pensionsalter hinaus. Die Ärztegenerationen danach haben den gesellschaftlichen Kampf für das Recht auf Abtreibung nicht miterlebt.
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Schulterschluss beim „Marsch für das Leben“

Beitrag den Informationen am Morgen vom 24.09.2018 im Deutschlandfunk zum Marsch für das Leben am 22. September 2018 mit einem O-Ton von mir

Das Thema Abtreibung führt sie zusammen: konservative Christen und Mitglieder der AfD. Den Schwangerschaftsabbruch lehnen sie strikt ab. Seit Jahren gehen die sogenannten Lebensschützer regelmäßig in Berlin auf die Straße – und rufen auch Gegendemonstrationen auf den Plan. Von Claudia van Laak

„Antifeministische“ Ideologie?

Die Sozialwissenschaftlerin Kirsten Achtelik promoviert gerade über das Thema Lebensschutzbewegung, sie kritisiert deren Anhänger aus einer feministischen Perspektive.

„Ich würde schon sagen, dass sie sich für ehrliche Christen halten, aber das haben auch andere Leute schon getan, die menschenfeindliche Ansichten haben. Der Kern ihrer Ideologie ist antifeministisch, gegen die Frauen gerichtet, und davon können sie sich gar nicht distanzieren, dann dürften sie nicht zu ihrer Demo aufrufen.“

Änderungen zur 2. Auflage

Die Änderungen und Reperaturen in der 2. Auflage finden sich auf folgenden Seiten:

S. 54 (Fußnote fehlte)

S. 63 (Satz ergänzt)

S. 104 (Fußnote fehlte)

S.139 (Quelle war missverständlich zitiert)

S. 171 (Name war falsch geschrieben)

S. 179 (kleine inhaltliche Verbesserung)

S. 188 (Jahreszahl Quelle war falsch)

Seite 63 Korrektur 2. AuflageSeite 139 Korrektur 2. Auflage Seite 54 Korrektur 2. Auflage Seite 104 Korrektur 2. Auflage Seite 179 Korrektur 2. Auflage Seite 171 Korrektur 2. Auflage Seite 188 Korrektur 2. Auflage

Interview zum Bluttest

Anlässlich des Berichtes des IQWiG zur Qualität der Bluttests auf Trisomie 21, 18 und 13 haben Bioskop, Gen-ethisches Netzwerk und das Netzwerk gegen Selektion durch Pränataldiagnostik eine Erklärung veröffentlicht, in der ein Moratorium für die Kassenzulassung der Tests gefordert wird. Für die Sendung „Tag für Tag“ des Deutschlandfunk wurde ich zu den Tests, deren behindertenfeindlichen Implikationen und der angemessenen Halung zur „Lebenschutz“-Bewegung interviewt. Das ganze Interview gibt es hier zum Nachhören, die ganze Sendung vom 10.07.18 zum Bluttest und pränataler Diagnostik hier.

07.11. – Hamburg

19 - 21 Uhr, Raum 0079, Von-Melle-Park 5

Vortrag Selbstbestimmte Norm. Feminismus, Pränataldiagnostik, Abtreibung

im Rahmen der Reihe Jenseits der Geschlechtergrenzen der AG Queer Studies

Berollbar, für DGS-Dolmetschung die Veranstalter*innen bitte mindestens vier Wochen vor dem  Vortrag kontaktieren.

10.10. – Berlin

Lesung: Kulturkampf und Gewissen. Medizinethische Strategien der „Lebensschutz“-Bewegung.

 Die „Lebensschutz“-Bewegung will in die Offensive: Sie möchte nicht nur die Zugänge zu Schwangerschaftsabbrüchen erschweren, sondern führt auch einen Kulturkampf zur Retraditionalisierung der Geschlechter- und Familienverhältnisse, um christliche Moral und das ärztliche Gewissen. Damit ist sie Teil eines konservativen bis extrem rechten, in Teilen antidemokratischen, Aufwindes. Die Autor*innen analysieren die neuen medizinethischen Strategien der „Lebensschutz“-Bewegung, Damit liefern sie das Material für eine kritische Auseinandersetzung mit den „Lebensschützern“ – und die Grundlage für den nötigen Widerstand. Die Autor*innen Kirsten Achtelik und Eike Sanders werden aus ihrem neuen Buch lesen.

Fundus Buchhandlung Knesebeckstr. 20 (nahe Savigny-Platz)

 Zeit: 20.15 Uhr

Im Rahmen von Psychoanalyse/Psychotherapie im gesellschaftlichen Kontext, Vortragsreihe zu einer kritischen Reflexion über die gesellschaftliche Verankerung und Verantwortung von Psychotherapie/Psychoanalyse

15.09. – Berlin

16:00 Vortrag & Gespräch Raum 1.204

Vereinte Kräfte gegen „Lebensschützer“!?

Wer für das Recht auf Abtreibung kämpft, gerät unter Druck von „Lebensschützern“. Seit den 1980ern versuchen sie, Menschen mit Behinderung durch Kritik an pränataler Diagnostik zu gewinnen und gegen Frauen auszuspielen. Feministinnen mit Behinderung wehren sich dagegen, ringen gleichzeitig aber in der feministischen Bewegung um Anerkennung und den Begriff der Selbstbestimmung. Was waren und sind Konfliktlinien? Worum geht es eine Woche nach der Sommeruni beim Protest gegen die „Lebensschützer“?

Ein Angebot des Gen-ethischen Netzwerkes e.V. mit Unterstützung des Frauenarchivs ausZeiten, Bochum

Im Rahmen der Feministischen Sommeruni 2018

kostenlos, berollbar, mit Kinderbetreuung

Lügen und »Lebensschutz« – Die AfD agitiert gegen Menschen mit Behinderung

Die christlich-fundamentalistische »Lebensschutz«-Bewegung macht sich gerne zum Fürsprecher der von ihnen als »Schwächste der Schwachen« bezeichneten Menschen mit Behinderungen, sie tritt sonst sehr lautstark den möglichen selektiven Auswirkungen beispielsweise pränataler Test entgegen und scheut sich auch nicht, den historisch eindeutig belasteten Begriff der »Euthanasie« zu verwenden. Zu einem Antrag der AfD im Bundestag, der auf perfide Weise Behinderung, »Inzucht« und Migration in einen Kontext stellt, herrscht indes dröhnendes Schweigen.

auf  apabiz.de, 19. Juli von Kirsten Achtelik, Eike Sanders und Ulli Jentsch

Die AfD hat sich in letzter Zeit unter menschenrechtlich und behindertenpolitisch Engagierten keine Freund*innen gemacht. Mit ihrer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung über »Schwerbehinderte in Deutschland« suggerierte sie Ende März, dass der leichte Anstieg der Zahl der Menschen mit Schwerbehindertenausweis ursächlich mit dem angeblich bei Menschen mit »Migrationshintergrund« vermehrt stattfindendem »Heiraten in der Familie« zusammenhänge. Dies wurde in den sozialen Medien wütend aufgenommen und auch die Sozialverbände reagierten: Ende April erschien eine Anzeige von 18 Sozialverbänden und Behindertenorganisationen unter der Überschrift »Wachsam sein für Menschlichkeit« in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Damit kritisierten sie die »unerträgliche Menschen- und Lebensfeindlichkeit« der Anfrage und durchbrachen ihr bisheriges Schweigen zu sozialpolitischen Vorstößen der AfD. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbandes, erklärte in der taz den Strategiewechsel der Verbände gegenüber der Partei: »Wir haben lange zu menschenverachtenden Sprüchen geschwiegen, um die AfD nicht aufzuwerten. Aber leider ist es ja so: Die AfD wird auch stärker, wenn man nicht reagiert.«

Die AfD-Bundestagsabgeordnete Nicole Höchst hat auf die Kritik der Verbände postwendend mit Drohungen reagiert und forderte, die Vergabe von Bundesmitteln an die Sozialverbände zu überprüfen. Diese würden »Lobbyarbeit für die Regierungsparteien« machen anstatt »ihre Mitglieder« beziehungsweise die »Interessen der Behinderten« »ordentlich« zu vertreten.

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